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Tibet

Wo liegt Tibet?

Tibet liegt in Zentralasien. Da es heute offiziell zur Volksrepublik China gehört wird es von chinesischer Seite “Autonomes Gebiet Tibet” (TAR) genannt. Wegen der Durchschnittshöhe von 4500 Metern wird Tibet oft als Dach der Welt bezeichnet und gilt als höchstgelegene Region der Erde. Das Hochplateau Tibets ist Wüstenhaft. Der Grund für die Trockenheit liegt vor allem daran, dass der Himalaya das Hochland nach Süden hin vom indischen Monsun abschirmt.

Wie in der Legende beschrieben stellt die orangene Linie die historische Grenze Tibets und den tibetischen Kulturraum vor der gewaltsamen Besetzung durch die Volksbefreiungsarmee im Jahre 1949 dar.
Heute existiert nur noch die Tibet Atonomous Region (TAR), nachdem China im Jahr 1965 Teile Tibets einfach anderen chinesischen Provinzen angliederte, wahrscheinlich um die eigentliche Größe und damit die Tibet Frage vor der Welt zu verschleiern.
Das alte Tibet erstreckte sich über eine Fläche von 2,5 Millionen km². Das heutige hat gerade einmal eine Fläche von 1,2 Millionen km²

Die Tibet Frage

Man hört häufig von Seiten der chinesischen Regierung: “Tibet ist seit langem ein Bestandteil Chinas. Als China im 13. Jahrhundert in der Yuan Dynastie geeint wurde, wurden die tibetischen Gebiete unmittelbar unter die Verwaltung der Zentralregierung gestellt.” (Auszug aus einer chinesischen Propaganda Homepage)

Die chinesischen Historiker verschweigen aber einen sehr wichtigen Punkt in diesem Abschnitt der Geschichte Chinas und Tibets.
Unter allen Historikern ist bekannt, dass die mongolischen Reiterheere im 13. Jahrhundert weite Teile Asiens und Europas eroberten und ihrer Kontrolle unterwarfen. Tibet hatte zu dieser Zeit keine große Streitmacht zur Verteidigung und wurde im Jahre 1271 kampflos in das Mongolenreich eingegliedert. Erst 8 Jahre später, im Jahr 1279, wurde die Song Dynastie, die bis dahin China beherrschte, endgültig von den Mongolen mit starker militärischer Gewalt unterworfen. Der Enkel Dschingis Khans, Kublai Khan, mittlerweile zum Großkhan des Reiches aufgestiegen, rief sich zum neuen chinesischen Kaiser aus. So entstand die Yuan Dynastie.

Die mongolische Verwaltung Chinas war gänzlich getrennt von der Tibets und stellt nicht im Mindesten die Vereinigung beider Staaten zu einem chinesischen dar.

Im Jahre 1949 wurde das bis dahin souveräne Tibet von der Volksrepublik China mit Militärgewalt besetzt und zwei Jahre später annektiert.
Tibet war zu diesem Zeitpunkt nach dem Völkerrecht ein souveräner Staat mit eigenem Parlament, Staatsgewalten, Staatsgebiet und eigener Währung. Ohne eine Chance gegen die riesige und gut ausgerüstete chinesische Armee und mangels Unterstützung aus dem Ausland,versuchten die Tibeter zunächst, zu einem Arrangement mit den Besatzern zu kommen, die ihnen Autonomie und Religionsfreiheit versprachen, (
17 Punkte Abkommen) sich in Wirklichkeit aber an keinen der Punkte hielten, diesen sogar zuwider handelten.

Im Gegenteil, ihre Unterdrückungsmaßnahmen wurden immer schärfer und führten in der tibetischen Bevölkerung zu wachsendem Widerstand,
der schließlich am 10. März 1959 in einem Aufstand in Lhasa, der Hauptstadt Tibets, seinen tragischen Höhepunkt fand.
Nach offiziellen chinesischen Angaben kamen dabei 87.000 Tibeter ums Leben. Die tatsächlichen Zahlen dürften um ein Vielfaches darüber liegen. Nach dem Aufstand musste S.H. der 14. Dalai Lama ins indische Dharamsala fliehen und mit ihm verließen zehntausender Tibeter ihre Heimat.
Noch heute fliehen immer wieder Menschen über den Himalaya nach Indien, wobei immer wieder wehrlose Flüchtlinge von chinesischen Grenzsoldaten erschossen werden.

Die Volksrepublik China (VRC) behauptete das tibetische Volk von ausländischen, imperialistischen Invasoren befreien zu wollen, jedoch hielten sich zur zeit der Besetzung nur ca. 6 Ausländer in Tibet auf. Darunter waren auch Heinrich Harrer und Peter Aufschnaiter, zwei österreichische Bergsteiger.
Aus Harrers Tagebuchaufzeichnungen entstand später das Buch Sieben Jahre in Tibet.

1969 gab es in Tibet keine einzige praktizierende Nonne und keinen einzigen praktizierenden Mönch mehr.
Alle waren sie entweder geflohen, hingerichtet, verhaftet oder zumindest ihrer Ãmter enthoben worden.
Vor der Invasion überzog ein Netz von mehr als 7.000 Klöstern das Land, 1979 waren alle bis auf 13 geplündert und zerstört worden. Tausende Tonnen religiöser Statuen und anderer Kunstwerke aus edlen Metallen waren gestohlen und in Chinas Gießereien eingeschmolzen oder ins Ausland verkauft worden.
Noch vor ein paar Jahren gab es in Deutschland eine Wanderaustellung mit angeblichen “gespendeten” Statuen und Ritualgegenständen, auch aus dem Potala.

Nach Protesten 1988 werden hunderte tibetische Mönche und Zivilisten gejagt, verprügelt und verhaftet. Viele von ihnen wurden hingerichtet oder landeten unschuldig für viele Jahre in fensterlosen Zellen in denen sie täglich aufs grausamste gefoltert werden.

Gedün Choekyi Nyima

Drei Tage nachdem ihn S.H. der 14. Dalai Lama am 14. Mai 1995 zur Reinkarnation des 10. Panchen Lama erklärt hatte, wurden der damals erst 6 Jahre alte Gedün Choekyi Nyima und seine Eltern von chinesischen Sicherheitskräften verschleppt. Bis heute weiss niemand wo er sich befindet oder ob er noch am Leben ist. Chinesische Behörden setzten daraufhin ihren eigenen Panchen Lama ein, den Sohn eines örtlichen Parteifunktionärs, welcher noch bis heute der offizielle Panchen Lama ist. Der Panchen Lama ist nach dem Dalai Lama die zweithöchste Autorität in Tibet. Er gehört ebenso wie der Dalai Lama der Gelug Schule des tibetischen Buddhismus an. Nach alter Tradition ist es üblich, dass der Panchen Lama bei der Suche nach der Reinkarnation des verstorbenen Dalai Lama mithilft und diesen dann inthronisiert. Somit hat sich die Volksrepublik China die Möglichkeit geschaffen ihren Dalai Lama einzusetzen, welchen die Tibeter aber niemals akzeptieren würden, da S.H. der 14. Dalai Lama bereits bekannt gegeben hat unter den jetzigen Umständen auf jeden Fall außerhalb Tibets wiedergeboren zu werden.