Nationalflagge Tibets Nationalflagge Tibets

Veranstaltungskalender:

Mittwoch 08.02.2012 16 - 19 Uhr

Mahnwache vor dem Bremer Dom

Department of Information and International Relations,, www.tibet.net
26. Januar 2012

Statement von Kalon Tripa Dr Lobsang Sangay wegen der Tötung von Tibetern
durch die VR China
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Während die Chinesen am 23. und 24. Januar 2012 überall die ersten Tage des
Jahres des Drachens feierlich begingen, schoss die chinesische Polizei wahllos
auf Hunderte von Tibetern, die sich in Drango, Serthar, Ngaba, Gyarong und
anderen benachbarten Gegenden friedlich versammelt hatten, um ihre Grundrechte
geltend zu machen. Wie verlautet, wurden dabei sechs Tibeter getötet und um
die 60 verletzt, manche von ihnen so schwer, dass man um ihr Überleben
fürchten muss.

Wegen solch grauenhafter Gewaltakte wie diesen letzteren und der
systematischen Unterdrückung des tibetischen Volkes, haben dessen Groll und
Verbitterung über die chinesische Regierung seit der massiven Erhebung von
2008 nur noch zugenommen.

Immer schon seit der Invasion Tibets beansprucht die chinesische Regierung,
ein sozialistisches Paradies in Tibet schaffen zu wollen. Den Tibetern werden
jedoch ihre grundlegenden Menschenrechte verweigert, die empfindliche Umwelt
wird zerstört, die tibetische Sprache und Kultur werden assimiliert, Bilder
Seiner Heiligkeit des Dalai Lama sind verboten, und das tibetische Volk wird
wirtschaftlich marginalisiert.

Tibet ist nun völlig von der Außenwelt abgeriegelt. Ausländer dürfen nicht
mehr nach Tibet einreisen, die gesamte Region steht de facto unter
Kriegsrecht.

Deshalb bitte ich die chinesische Führung dringend, den Klagen der
demonstrierenden Tibeter und derjenigen, die sich selbst verbrannten,
Beachtung zu schenken. Mit Gewalt und dem Abschlachten von Demonstranten
werden Sie die berechtigten Klagen der Tibeter nicht abstellen und die
Stabilität in Tibet nicht wieder herstellen können. Der einzige Weg, um die
Tibetfrage zu lösen und einen dauerhaften Frieden zu schaffen, besteht darin
die Rechte des tibetischen Volkes zu achten, sowie den Dialog aufzunehmen. Für
jemanden, der sich dem Prinzip des ausgleichenden Dialogs tief verpflichtet
fühlt, ist dieser Einsatz von Gewalt gegen die Tibeter sowieso unerträglich.
Er sollte von allen Menschen in China und in der ganzen Welt auf das Schärfste
verurteilt werden.

Ich rufe die internationale Gemeinschaft auf, sich mit dem tibetischen Volk
solidarisch zu erklären und in diesen kritischen Zeiten ihre Stimme zum Schutz
seiner Grundrechte zu erheben. Ich ersuche darum, dass die internationale
Gemeinschaft und die Vereinten Nationen einen Ermittlungsausschuß nach Tibet
entsenden, und dass den globalen Medien Zugang zu der Region gewährt wird. Die
Führung in Peking sollte sich darüber im Klaren sein, dass sie in einem
ungeheuerlichen Verstoß gegen das Völkerrecht und in Missachtung ihrer eigenen
Gesetze ihre eigenen „Familienmitglieder“ tötet, und dass eine solche
Handlungsweise Chinas moralische Legitimität und sein Ansehen auf der
Weltbühne nur noch mehr in Frage stellen wird.

Ich möchte hiermit auch meinen geliebten Brüdern und Schwestern in Tibet
beteuern, dass wir ihren Hilfeschrei laut und deutlich vernehmen. Wir bitten
Euch, verzweifelt nicht und nehmt Abstand von allen extremen Schritten. Wir
fühlen Euren Schmerz mit Euch und wir werden nicht gestatten, dass die Opfer,
die Ihr gebracht habt, umsonst waren. Ihr seid alle in unseren Herzen und
Gebeten – einen jeden Tag und ohne Unterlass.

Ich ersuche ferner meine tibetischen Landsleute, das Losar (Tibetisches
Neujahr), das dieses Jahr auf den 22. Februar fällt, nicht zu feiern. Führt
jedoch die gewohnheitsmäßigen religiösen Rituale aus wie zum Tempel zu gehen,
Räucherwerk zu verbrennen und die traditionellen Gaben darzubringen.

Um unsere Solidarität mit den Tibetern in Tibet zu bezeigen, bitte ich die
Tibeter und unsere Freunde in der ganzen Welt, am Mittwoch, den 8. Februar,
weltweite Mahnwachen abzuhalten. Lasst uns eine laute und vernehmbare
Botschaft an die chinesische Regierung richten, die Botschaft, dass Gewalt und
das Töten unschuldiger Tibeter nicht akzeptabel sind. Ich bitte alle darum,
diese Mahnwachen in Frieden und Würde und im Einklang mit den Gesetzen des
jeweiligen Landes durchzuführen.

Ein Video dieser Botschaft gibt es bei: http://www.tibetonline.tv/.

 

 

Samstag 10.März 2012

Kundgebung auf dem Bremer Marktplatz

anlässlich des Jahrestages des tibetischen Volksaufstands gegen die chinesische Besatzung

14 - 16 Uhr

 

genaueres Programm folgt noch



 

Regelmäßige Treffen

 nächstes Gruppentreffen: 

Samstag 25.02.2012 15 Uhr

Brokstr. 7 28203 Bremen

                   bei Kathmann

Mahnwache vor dem Bremer Dom.

Mahnwache vor dem Dom/Rathaus

Kundgebung zu Tibet im Frühjahr 2008. Die Sprecherin auf dem Foto ist Helga Trüpel, Europaabgeordnete der Grünen.

Helga Trüpel